Als Dave Padden Annihilator plötzlich verlassen hatte tat mir Jeff Waters schon irgendwie ein bisschen leid. Nicht, dass Padden jetzt der Überflieger in Sachen Gesang ist,
aber ich mag ihn und fand es immer gut, dass sich das ewig drehende Jeff-Waters-Personal-Karussell ein bisschen langsamer zu drehen schien. Naja - jedenfalls
machten mich zuletzt Schizo Deluxe (2005) und Feast (2013) als treuen, aber u.a. von "All for you" arg enttäuschten Fan wieder richtig glücklich, weil es Jeff Waters vermochte wieder viele seiner
alten Stärken auszuspielen. Die Scheibe startet mit einem eher schwachen "Suicide Society", glänzt dann aber im Anschluss besonders mit herrlichen Thrashgranaten "My
revenge" und "Creepin´ again", die man durchaus auf Metallicas "Ride the lightning" veröffentlichern dürfte , einem ganz klar von Rammsteins abgekupferten, aber dennoch
starken "Snap" und dem Nackenbrecher "Narcotoc Avenvue" mit seinem irren Mittelteil. So will ich Annihilator! "The one you serve" will mir dagegen mit seinem Rumgeeiere
so gar nicht in den Kram passen, aber der Rest des Albums überzeugt mich dann unterm Strich doch auf ganzer Linie. Jeffs Gitarrenarbeit ist wie immer
außergewöhnlich spaßig anzuhören, sein Gesang passt meines Erachtens
hervorragend zur Musik und steht Padden in nichts nach - ganz im Gegenteil halte ich Jeff stimmlich hier sogar für überlegen. Hier und da wird sich der ein oder andere Hörer sicher
wieder am manchmal viel zu klinischen Gitarrenssound stören, aber das Songwriting ist wieder stimmig und das Hören macht Laune. Starkes Album!
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JUROR II★★★★★☆

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